Rosengarten-Wanderung


Von Heinz Braun - Verfasst am 31. Januar 2010

Für die Wanderwoche vom 10.07.10 bis 17.07.10 hatten wir uns den Rosengarten in den Dolomiten vorgenommen, wohlwissend, dass wir es nicht erst an der Kölner Hütte völlig vorbei sein würde in Sachen Bergeinsamkeit. Alle Altersgruppen, Italiener und Deutsche übten sich im Bergwandern.

Jedoch der Reihe nach: Von unserem Treffpunkt in Tiers/St. Zyprian stiegen wir, Ursula, Annemarie, Hans, Klaus, Stefan, Norbert, Michael und ich über die Frommer Alm etwa 1.300 m bergan zur Kölner Hütte. Wir erreichten die Hütte noch soeben, bevor das Gewitter uns erreichte. Um es vorweg zu vermerken, Blitz und Donner gab es fast täglich, aber die Touren waren so berechnet, dass wir immer mit trockenem Rucksack unser Tagesziel erreichten.

Über den Hirzelweg, ein wunderschöner Panoramaweg, erreichten wir das Rifugio Chiampedie. Diesen Weg gingen wir nicht alleine, sondern unfreiwillig begleitet von einer Schar Gleichgesinnter strömten wir unserem Tagesziel entgegen. Die Hütte zeigte sich, wunderbar auf einem Hochplateau gelegen, mit drei weiteren Rifugios in vollem Glanz. Aus den Nachrichten erfahren wir, dass es in Deutschland 30° C sind, während es bei uns in der Nacht geschneit hat. Bis auf 1.600 m sind die Bergspitzen gepudert. Die Wärme der Felsen und der Almen sorgen jedoch dafür, dass recht schnell wieder der Normalzustand herrscht.

Nach dem typischen italienischen Frühstück, Caffè con Latte und süße Brötchen, machen wir uns auf den Weg Nr. 541. Zur Vajolet Hütte sind es 600 Höhenmeter. Nicht genug für einen Wandertag, beschließen Annemarie, Stefan und ich und gehen weitere 400 Höhenmeter zur Gartlhütte unterhalb der Vajolettürme. Eigentlich wollten wir die Kletterer beobachten, aber der Himmel verdunkelte sich zusehends, wir zogen es vor, nicht nass zu werden und stiegen im Galopp zu unserer Hütte ab.

Auch der Folgetag hat nur eine kurze Wegstrecke. Auf dem Hausberg der Antermoia hat man eine grandiose Aussicht. Plattkofel, Langkofel, Marmolata und im Hintergrund die Tauern, es war super. Nach einem kurzen Anstieg Richtung Tierser Alpl führte uns der Weg erstmal 500 m abwärts. Gämse und spielende Murmeltiere ließen uns die Zeit vergessen. Hinter der Mahlknechthütte stiegen wir die 500 m wieder bergauf und erreichten die brechend volle Tierser Hütte. Von der Terrasse aus, mit schönem Blick auf den Maximilian Steig, besprachen wir den kommenden Tag.

Der Klettersteig spukte in unseren Köpfen und mit fünf Personen gingen wir am Morgen den Steig in drei Stunden zu den Schlernhäusern. Das Schlernhaus sei hier mal ganz besonders erwähnt. Es ist sehr gepflegt, sauber und beschäftigt überaus freundliches Personal. Der Speisesaal ist urig, aber hell und einladend. Das Essen war Klasse. Leider besitzt das Rifugio keine Terrasse, was bei der Hüttenlage leider sehr schade ist.

1.400 m Abstieg durch die Bärenfalle waren am letzten Tag zu laufen, ehe wir uns wieder in »unserem Hotel« einquartierten. Ob Pasta, Käseknödel oder Minestrone als Vorspeise, die fleißigen Helfer in den Hüttenküchen gaben ihr Bestes. In allen Hütten war das Essen gut bis ausgezeichnet und immer hatten wir eine große Auswahl an Süßem zum Dessert. Es kann nur allen Bergwanderern empfohlen werden, den Rosengarten des Zwergenkönigs Laurin zu durchwandern und die bizarren Felsformationen auf sich wirken zu lassen. In Innichen/Sexten wartete dann die nächste Gruppe auf mich, mit der ich den »Zauber der Dolomiten« erkundete.

Heinz Braun
Wanderleiter

No Altitude
0.00Km

Standort

Standort:
Rosengartengruppe
Italien
46° 28' 19.9992" N, 11° 39' 5.0004" E